Gold in der Industire



und das

Ob in der Elektrotechnik oder der Elektronik, in der Raumfahrt, Medizintechnik oder der optischen Industrie – Gold ist vielfältig einsetzbar und aus der industriellen Anwendung nicht mehr wegzudenken. Gold hat optimale Eigenschaften als physikalischer Leiter und kann zu verschiedensten Zwecken genutzt werden. Es ist resistent gegen verschiedene Säuren, sehr korrosionsbeständig und daher auch für die Verwendung als Verbindungsdraht, z. B. in der Chipherstellung, sehr geeignet. Da Gold als Werkstoff sehr weich und dehnbar ist, lässt es sich bis auf eine minimale Dicke von ca. 100 Nanometern reduzieren, und man erreicht mit lediglich 10 Gramm Gold eine Fadenlänge von bis zu 33 km.

Bisher finden etwa 12 % der weltweiten Goldproduktion in der verarbeitenden Industrie Verwendung, doch der Anteil des benötigten Materials wächst ständig, weil sich weitere Einsatzgebiete ergeben. So wird z. B. auf dem noch jungen Gebiet der Nanotechnologie der Einsatz von hauchdünnen Goldfolien durch die Flexibilität und besonderen Eigenschaften zukunftweisend sein.

Weitere Anwendungsgebiete finden sich in der

  • Elektronik: Herstellung von Bonddrähten, Leiterplatten, Schaltkontakten und Vergolden von Steckverbindungen, insbesondere für Geräte der IT- und Unterhaltungselektronik,
  • Raumfahrt: Herstellung von Ultrarot-Reflektoren für Satelliten,
  • Medizintechnik: Bau von Ultraschallgeräten und Sonden,
  • Optischen Industrie: Laserspiegel für die Reflexion infraroten Lichtes, Einsatz in optoelektronischen Bausteinen.

Aufgrund der immer neuen technologischen Innovationen, die auf den Markt kommen, ergibt sich vor allem für Unterhaltungselektronik sowie Kommunikationsgeräte eine immer kürzere Lebensdauer, weil sie vom Nutzer in immer kürzeren Zeitabständen ausgetauscht werden. Bisher gehen große Mengen dieses Edelmetalles durch die nicht fachgerechte Entsorgung insbesondere von Elektronikschrott der IT- und Unterhaltungselektronik, aber auch der Dental- und Schmuckverarbeitung verloren und landen einfach auf dem Müll. Bei fachgerechtem Recycling könnte eine Menge von bis zu 300 Gramm Gold pro Tonne Schrott eine neue Verwendung – insbesondere im industriellen Bereich – finden. Ergiebiger als jede Mine finden die Abfälle des Elektronik- und Computerzeitalters noch zu wenig Beachtung, und nur wenige Industriezweige haben sich bisher mit dieser Möglichkeit der Goldgewinnung beschäftigt. Mehreren Studien zufolge gibt es hier einen deutlichen Optimierungsbedarf, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Es ist aus diesem Grund begrüßenswert, dass sich zukünftig auch vermehrt eine Industrie entwickelt, die sich mit der Wiederverwendung dieser kostbaren Ressource beschäftigt.